Jubiläumsbonus plus 5 Prozent Dividende

Die Volksbank Ulm-Biberach eG blickt in ihrem Jubiläumsjahr – dem 150. Jahr ihres Bestehens – auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurück. Die Vertreterversammlung beschloss die Ausschüttung von fünf Prozent Dividende plus ein Prozent Jubiläumsbonus an die über 65.000 Mitglieder der Bank. Ermöglicht wird dies durch die erneut gute Geschäftsentwicklung.

Die wichtigsten Zahlen des Geschäftsjahres 2012 im Überblick:

Ulm, 20. Juni 2013. Wie vom Aufsichtsrat und Vorstand berichtet wurde, ist die Volksbank mit dem Ergebnis des Jahres 2012 außerordentlich zufrieden – es ist ihr erneut gelungen, den Wachstumskurs zu halten. „Die konservative und verlässliche Geschäftspolitik unseres Hauses schafft unverändert Vertrauen und half, unsere Marktstellung weiter zu festigen. Die positive Entwicklung der Bank ist vor allem auf einen stabilen Verlauf des Kundengeschäfts zurückzuführen“, so Ralph P. Blankenberg, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Ulm-Biberach eG, in seinen Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung der Volksbank.

Kreditengagement weiter ausgeweitet

Im Jahr 2012 hat die Volksbank Ulm-Biberach eG ihr Kreditvolumen um 8,2 Prozent auf inzwischen 1.418 Millionen Euro gesteigert. Getragen wurde die Entwicklung von einer stärkeren Kreditnachfrage von Unternehmen und Selbstständigen. „Wir bleiben der starke Partner für die regionale Wirtschaft, der wir seit 150 Jahren sind“, kündigte Blankenberg an. „Die solide Eigenkapitalbasis und unsere kompetente Beratung machen uns zu einem attraktiven Kreditgeber.“ Der Vorstandssprecher berichtete, auch Geschäftsbanken würden sich seit Kurzem für das erfolgreiche Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken interessieren und dieses als Vorbild heranziehen. Die Volksbank Ulm-Biberach eG sei aufgrund ihrer hervorragenden Eigenkapitalsituation im Wettbewerb gut aufgestellt.
„Bei uns findet der Mittelstand mit seinen Kreditwünschen nicht nur im Augenblick Gehör. Für uns bedeutet Engagement mehr als ein kurzfristiges Interesse.“ Während viele andere Institute ihre Geschäfte zuletzt eingedampft hätten, habe die Volksbank ihre Bilanzsumme 2012 um 3,0 Prozent auf 2.304 Millionen Euro gesteigert.

Vertrauen der Anleger ist da

Die Kundeneinlagen nahmen im Jahr 2012 um 5,6 Prozent zu und umfassten zum Jahreswechsel 1.805 Millionen Euro. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ist ein Umschichtungsprozess in flexible kurzfristige Spareinlagen – bei kräftigem Wachstum der Spareinlagen – festzustellen. In der Gesamtbetrachtung zeigt sich, dass die Bank die den Kunden in der Region zur Verfügung gestellten Kredite vollständig durch Kundeneinlagen der Region refinanzieren konnte – getreu ihrem genossenschaftlichen Förderprinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. „Uns als Genossenschaft vertrauen die Kunden ihr Erspartes demnach gerne an“, hob Blankenberg hervor. „Dies gilt gerade in Zeiten unruhiger Finanzmärkte.“ Mit Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung konnte die Bank ihren Provisionsüberschuss trotz der anhaltenden Euro-Staatschuldenkrise und der damit verbundenen Verunsicherung der Anleger auf dem Niveau des Vorjahres halten. Sie liegt damit leicht über dem Verbandsdurchschnitt, ebenso wie mit ihrem Zinsüberschuss, der in 2012 bei 51,49 Millionen Euro liegt.

5 Prozent Dividende plus 1 Prozent Jubiläumsbonus für Mitglieder

Die erneut gute Geschäftsentwicklung der Volksbank, macht sich auch für die mittlerweile über 65.000 Mitglieder der Volksbank Ulm-Biberach bezahlt: nach der Zustimmung zum Jahresbericht und der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Mitgliedervertreter der vorgeschlagenen Dividende von 5 Prozent plus 1 Prozent Jubiläumsbonus für das Jahr 2012 zu. Neben der Dividende werden 3 Millionen Euro aus dem Jahresüberschuss den Rücklagen zugeführt. 

Seit 150 Jahren – eine Tradition die verpflichtet

Ralph P. Blankenberg bekräftigte vor rund 600 Mitgliedervertretern und Gästen, die zur diesjährigen Vertreterversammlung gekommen waren, die Bedeutung des Genossenschaftsgedankens: „Verantwortungsbewusstes Handeln in einer und für eine Gemeinschaft war stets der Antrieb genossenschaftlichen Denkens und Grundlage unseres Handelns.“ Dies habe die Bank erfolgreich durch die letzten 150 Jahre getragen und spielt auch im Jubiläumsjahr der Volksbank Ulm-Biberach eG eine tragende Rolle.

Frei nach den Worten von Richard von Weizsäcker: „Wer nicht weiß, woher er kommt,
der weiß auch nicht, wohin er geht!" – hat die Bank ihre genossenschaftlichen Werte
einmal mehr herausgestellt und ihre geschäftspolitische Ausrichtung geschärft. So ist die Volksbank Ulm-Biberach die erste Mitgliederbank in der Region, die ihre Geschäftspolitik
an ökonomischen, ökologischen, ethischen und sozialverantwortlichen Grundsätzen
ausrichtet. „Diese Grundsätze sind zutiefst genossenschaftlich, treffen den Zeitgeist und
sichern unsere Zukunft“, so der Sprecher des Vorstands in seinen Erläuterungen. „Damit
stellen wir uns der Verantwortung für die Menschen in der Region im 150-igsten Jahr
unseres Bestehens noch deutlicher. Dies wurde auch mit der Übergabe des Jubiläumsgeschenks (im Mai) in besonderer Weise deutlich. Dieses besteht aus 15 „Schätzen der Region“, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren die Heimatregion nachhaltig prägen und verändern könnten und so einen neuen und erweiterten Blick auf die eigenen Heimat bieten. Angefangen vom induktiven Selbstladungssystem für Herzschrittmacher über das Projekt zur Innovativen Wundversorgung oder der Videobrille „ImmerSight“ bis hin zur Integrativen Donau-Schifffahrt oder der neuen Pflegephilosophie für Demenzkranke und nicht zuletzt ApiAir, dem Inhalationsgerät für Bienenstockluft, – jedes der insgesamt 15 Potenziale hat für sich den Anspruch, einzigartig zu sein, den Menschen einen Mehrwert zu bieten und die Zukunft der Region und darüber hinaus mitzugestalten. Vorausgegangen war die bislang einzigartige Suche nach der Zukunft der Heimat – einer Suche, die ganz im Zeichen der genossenschaftlichen Grundidee der „Hilfe zur Selbsthilfe“ stand.

Wahlen im Aufsichtsrat

Die Amtszeit der Aufsichtsräte Gunter Czisch, Karl Otto Gieseke und Dr. H. Werner Utz endete turnusgemäß mit Ablauf der Vertreterversammlung. Alle drei wurden einstimmig
in ihren Ämtern bestätigt. In der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde Dr. Peter Kulitz erneut zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Im Amt bestätigt wurden ebenso seine Stellvertreter Dr. H. Werner Utz und Robert Bausch.

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