Volksbank Ulm-Biberach: erfolgreichen Kurs beibehalten

Die Volksbank Ulm-Biberach zeigt sich mit den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2012 sehr zufrieden. Die Bilanzsumme ist gestiegen und ein kräftiges Wachstum bei Einlagen und Krediten steht zu Buche. Besonders erfreulich der erneute Zuwachs der Mitgliederzahl auf über 65.000 Mitglieder. Der Vorstand stuft die Entwicklung der Bank im Vorjahr ihres 150-jährigen Bestehens trotz der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als erfolgreich ein.

Astrid Piela, Mitglied des Vorstandes, Ralph P. Blankenberg, Sprecher des Vorstandes, und Hubertus Droste, Mitglied des Vorstandes der Volksbank Ulm-Biberach.

Ulm, 5. Februar 2013. Die Zahlen des Jahresabschlusses der Volksbank Ulm-Biberach haben sich im Jahr 2012 gut entwickelt. "Wir sind mit dieser Entwicklung vor dem Hintergrund schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sehr zufrieden, konnten wir doch den Erfolgskurs unseres Hauses weiter halten, ja ausbauen", so Ralph P. Blankenberg, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Ulm-Biberach, anlässlich der Präsentation der vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2012. Danach liegt die Bilanzsumme der Bank mit einem Zuwachs von rund 63 Millionen Euro 2,8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Wachstum bei Einlagen und Krediten

Der Vertrauensbonus, den das regionale Kreditinstitut bei seinen Kunden genießt, spiegelt sich eins zu eins im Kundengeschäft wider: So wuchs das Kundenvolumen, die Summe von Einlagen und Krediten, um 204 Millionen Euro auf insgesamt 3,2 Milliarden Euro. Stark gefragt war die Volksbank dabei als Geldgeber – so wuchs das Kundenkreditvolumens um 8,3 Prozent auf insgesamt 1.418 Millionen Euro. Einen klaren "Wachstumsmotor" könne man allerdings nicht ausmachen, denn sowohl die gewerblichen Darlehen (Plus 7,9 Prozent) als auch die Wohnbaudarlehen (Plus 8,0 Prozent) zeigen ein kräftiges, deutlich überdurchschnittliches Wachstum. Die anfänglich allgemeine Befürchtung, dass aufgrund der anhaltenden Finanzmarktkrise in 2012 eine Kreditklemme eintreten werde, hat die Volksbank nie mitgetragen und tut das bis heute nicht. Klar sei: auch zukünftig müsse man Finanzierungswünsche deutlich hinterfragen; sowohl Eigentümer wie auch Fremdkapitalgeber sind gefordert, um Vertrauen zu werben. Die Bank sieht sich als gefragter Partner des heimischen Mittelstandes und damit weiterhin in einer besonderen Verantwortung.

Zufrieden zeigt sich der Vorstand auch mit dem Wachstum der Einlagen, das im vergangenen Geschäftsjahr um 5,6 Prozent auf insgesamt 1.805 Millionen Euro anstieg. Mit Blick auf das niedrige Zinsniveau ist ein Umschichtungsprozess in flexible kurzfristige Spareinlagen – bei kräftigem Wachstum der Spareinlagen – festzustellen. Insgesamt betrachtet konnte die Bank somit die den Kunden in der Region zur Verfügung gestellten Kredite vollständig durch Kundeneinlagen der Region refinanzieren – getreu ihrem genossenschaftlichen Förderprinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Zinsüberschuss Spiegel von Zinsniveau & Zinsstruktur – Provisionsüberschuss gehalten

Die Gewinn- und Verlustrechnung der Volksbank Ulm-Biberach weist in 2012 einen Zinsüberschuss von 52,0 Millionen Euro aus. In 2011 lag dieser bei 52,2 Millionen Euro. "Vor dem Hintergrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus und der flacher werdenden Zinsstruktur ergab sich hier ein geringfügiger Rückgang", so Blankenberg in den Erläuterungen der Zahlen. Der Provisionsüberschuss konnte trotz der anhaltenden Euro-Staatsschuldenkrise und der damit verbundenen Verunsicherung der Anleger auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Aufgrund allgemeiner Kostensteigerungen und Tariferhöhungen ist der Verwaltungsaufwand der Bank auf 47,2 Millionen Euro gestiegen. Als weiteren Grund hierfür nennt der Vorstandssprecher auch den Anstieg des Sachaufwandes um 1,0 Millionen Euro, im Wesentlichen durch die Umsetzung des in 2010 gestarteten „Geschäftsstellenkonzeptes“. Ziel ist es hier: den mehr als 50 Geschäftsstellen mittelfristig ein einheitliches Gesicht zu geben, erklärt der Vorstandssprecher. Mit der Neugestaltung/Neueröffnung der Geschäftsstellen in Offenhausen und in Weissenau (Ravensburg) ist man diesem Ziel in 2012 erneut näher gekommen. Seit Beginn der Umsetzung des Geschäftsstellenkonzeptes in 2010 hat die Volksbank Investitionen im siebenstelligen Bereich durchgeführt.

"Bürgerbank" mit sozialem Engagement

"Örtliche Nähe, vertrauensvolle und persönliche Beratung sind unsere Stärke und mehr gefragt denn je", erläutert der Vorstandssprecher und ergänzt: "die Renaissance der Genossenschaftsbanken war kein kurzfristiges Feuerwerk – das Modell hat sich in der Krise bewährt." Das beweist auch der erneute Zuwachs unserer Mitgliederzahl: knapp 5.000 neue Mitglieder konnten die Bank in 2012 begrüßen. Mit über 500 Mitarbeitern, darunter 47 Auszubildende zählt die Volksbank zu den großen Arbeitgebern in der Region und gemeinsam mit über 65.000 Mitgliedern bildet sie eine starke Gemeinschaft – übrigens ie größte Personenvereinigung zwischen Alb und Bodensee – die sich aus der Region kommend für die Menschen der Region stark macht. "Erfolg ist für uns keine Einbahnstraße", betont Thomas Weskamp, Leiter Unternehmensentwicklung, Kommunikation und Personal der Volksbank Ulm-Biberach. Insgesamt 380.000 Euro hat das genossenschaftliche Geldinstitut in 2012 für soziale Einrichtungen und Organisationen, für den Erhalt der Umwelt und zur Unterstützung regionalen Engagements in den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft und Sport ausgeschüttet. Über 200 gemeinnützige Vereine und Organisationen im Geschäftsgebiet der Volksbank konnten damit wichtige Anschaffungen tätigen, neue Projekte starten – ihre wichtige, wertvolle und zum großen Teil ehrenamtliche Arbeit fortführen.

Ausblick 2013

"Die deutsche Volkswirtschaft zeigt sich robust, ‚Made in Germany‘ ist weltweit unverändert gefragt, der Geschäftsklimaindex zeigt deutlich positive Tendenzen und die gute Basis, mit der unser Haus unterwegs ist – alles das stimmt uns durchaus zuversichtlich, dass wir das laufende Jahr, unser Jubiläumsjahr, mit gutem Ergebnis abschließen werden", so Ralph P. Blankenberg. "Grundlage hierfür bleibt eine Krisenbewusste und gleichzeitig chancenorientierte regionale Geschäftspolitik als Präsenzbank, der Bescheidenheit wichtig ist und die sich in ihrer Ausrichtung strikt an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientiert. Eine Sorge bleibt, dass auch 2013 geprägt sein könnte, von der anhaltenden Phase extrem niedriger Zinsen und einer flachen Zinsstruktur. Dadurch wird die Zukunft sicher nicht einfacher", so der Vorstandssprecher weiter.

Um Schätze der Region, welche die Zukunft gestalten können, geht es im aktuellen Jubiläumsprojekt "Fortschritt bewahren" der Bank. Hier hatten sich die mehr als 500 Mitarbeiter im September 2012 auf eine bislang einzigartige Suche nach der Zukunft ihrer Heimat gemacht. Es ging darum, besondere Ideen, Projekte und Visionen aufzudecken, welche die Heimatregion in den nächsten fünf bis zehn Jahren nachhaltig verändern und gestalten könnten. Die Suche ist abgeschlossen und über 80 mögliche Potenziale sind zusammengekommen. Nach einer ersten Auswahl durch interne Experten wird jetzt ein Experten-Gremium mit hochkarätigen Spezialisten aus den Fachgebieten Bildung/Kultur, Ökologie/Ökonomie, Jugend, Soziales und Forschung die finalen 15 Potenziale auswählen – die zum "Geschenk an die Heimat" werden. Hinter dem Gremium verbergen sich Bürgermeisterin Iris Mann aus Ulm, Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher, Vorstand des Forschungsinstitutes für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, Prof. Dr. med. Reinhard Marre, Vorsitzender der Universität Ulm, Uschi Knapp, Geschäftsführerin der Innovationsregion Ulm, Dr. Eva Maria Dünkel, Vorsitzende des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Biberach und Prof. Dr. Michael Pfeffer, Prorektor für Forschung und internationale Beziehungen der Hochschule Ravensburg-Weingarten.

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