Volksbank Ulm-Biberach: Erfolgreich mit Verantwortung

Die Volksbank Ulm-Biberach eG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück. Als erste genossenschaftliche Bank der Region führt sie Ihre Geschäfte nach ethischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Grundsätzen und bekennt sich klar zu Ihrer Verantwortung gegenüber ihren über 67.600 Mitgliedern, der Region und den Menschen vor Ort.

Gastredner Dr. Theo Waigel blickte auf Europas Geschichte, den Euro und seine ganz persönlichen Erfahrungen bei der Schaffung der Gemeinschaftswährung zurück. Sein Fazit: "Ich würde es wieder tun.".

Ulm, 5. Juni 2014. Wie vom Aufsichtsrat und Vorstand berichtet wurde, ist die Volksbank mit dem Ergebnis des Jahres 2013 – dem Jahr ihres 150-jährigen Bestehens – sehr zufrieden. Erneut ist es der Bank gelungen, den Wachstumskurs zu halten. „Die konservative und verlässliche Geschäftspolitik unseres Hauses schafft unverändert Vertrauen und half, unsere Marktstellung weiter zu festigen. Die positive Entwicklung der Bank ist vor allem auf einen stabilen Verlauf des Kundengeschäfts zurückzuführen“, so Ralph P. Blankenberg, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Ulm-Biberach eG, in seinen Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung der Volksbank.

 

Forderung nach einer „Regulierungspause“

„Wir brauchen dringend eine Regulierungspause!“ Diese Forderung hat die Volksbank Ulm-Biberach bei ihrer Vertreterversammlung erhoben. Vorstandssprecher Ralph P. Blankenberg erklärte, man brauche Zeit, um den zusätzlichen Anforderungen der vergangenen Monate und Jahre nachzukommen. „Unsere Mitarbeiter wollen Zeit haben für die Beratungsgespräche mit Mitgliedern und Kunden“, hob er hervor. „Doch je mehr wir uns mit immer neuen Vorschriften befassen müssen, desto weniger Spielraum bleibt uns.“ Kritik übte der Vorstandssprecher am Koalitionsvertrag, in dem sich die Regierungsparteien für weitere Maßnahmen bei der Bankenregulierung aussprechen. Positiv sei dagegen das Versprechen der Regierung, dass Sparer von Genossenschaftsbanken nicht für Versäumnisse von Krisen-Banken in anderen Ländern gerade stehen müssen. „Hier erwarten wir Standfestigkeit auf dem europäischen Parkett“, betonte Blankenberg. „Unsere seit Jahrzehnten bewährte genossenschaftliche Sicherungseinrichtung darf nicht beeinträchtigt werden. Auf diese Weise lassen sich die grundlegenden Probleme von Banken in den Krisenländern nicht lösen.“

 

Kreditengagement weiter ausgeweitet

In der Region habe sich 2013 Erfreuliches zugetragen. „Viele kleine und mittlere Unternehmen konnten der Rezession in der Eurozone widerstehen“, berichtete Ralph P. Blankenberg. Jedoch gäbe es im Mittelstand eine weitverbreitete Angst vor Finanzierungsengpässen. Viele Unternehmer rechneten damit, aufgrund der Bankenregulierung künftig schwerer und zu schlechteren Konditionen an Bankkredite zu kommen. Blankenberg: „Schon jetzt gibt es Hinweise auf einen Investitionsstau. Die Volksbank Ulm-Biberach kämpft weiter dafür, dass es in unserer Region zu keiner Kreditklemme kommt.“ Im Jahr 2013 hat die Volksbank ihr Kreditvolumen um 11 Prozent auf inzwischen 1.574 Millionen Euro gesteigert. Ein klarer Wachstumsmotor sei hier aber nicht auszumachen, denn sowohl die gewerblichen als auch die Wohnbaudarlehen stehen mit einem kräftigen, überdurchschnittlichen Wachstum zu Buche.

 

Vertrauen der Anleger ist da – Verantwortungsvolles Bankgeschäft zertifiziert

Als einen „erfreulichen Vertrauensbeweis“ bewertete Ralph P. Blankenberg auch das starke Wachstum beim Kundeneinlagengeschäft. Die Summe stieg von 1.805 Millionen Euro
in 2012 auf 1.854 Millionen Euro – ein Plus von 2,7 Prozent. Hierbei hielt der Trend zur Umschichtung in flexible kurzfristige Spareinlagen weiterhin an. In der Gesamtbetrachtung zeigt sich, dass die Bank die den Kunden in der Region zur Verfügung gestellten Kredite vollständig durch Kundeneinlagen der Region refinanzieren konnte – getreu ihrem genossenschaftlichen Förderprinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. „Uns als Genossenschaft vertrauen die Kunden ihr Erspartes demnach gerne an“, hob Blankenberg hervor. Dabei können sich die Anleger sicher sein, dass ihr Geld keinen gesellschaftlichen Schaden anrichtet: dank eines „verantwortungsvollen“ Bankings. Denn die Volksbank Ulm-Biberach führt als erste genossenschaftliche Bank der Region ihre Geschäfte nach ethischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Grundsätzen. Dies wurde der Volksbank durch eine der weltweit führenden Rating-Agenturen im nachhaltigen Anlagesegment, der oekom research AG, bestätigt. Die Agentur überprüft seit 1993 Unternehmen, Branchen und Länder nach der Einhaltung von ökologischen, sozialen und kulturellen Kriterien und hat die Eigenanlagen der Volksbank mit „Prime-Status“ bewertet.   

 

Mit Verantwortung – Investition in die Region

Verantwortungsvoll zeigt sich die Volksbank auch, wenn es um Investitionen in die Region,  in die Nähe zu ihren Mitgliedern und Kunden geht: Sie ist mit insgesamt 52 Geschäfts- und SB-Stellen in der Region vertreten und hat in diese Nähe zum Kunden, zu den Mitgliedern und den Menschen vor Ort in den letzten zwei Jahren eine Reihe von Modernisierungsmaßnahmen mit Investitionen im siebenstelligen Bereich durchgeführt. Das sei in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich. „Es handelt sich um Investitionen in die Zukunft und verdeutlicht, wie wichtig uns die örtliche Nähe zu unseren Mitgliedern und Kunden ist.“, so der Vorstandssprecher. Diese Investitionen wolle man im aktuellen Geschäftsjahr und in den kommenden Jahren fortsetzen. Blankenberg sprach dabei von einem Investitionsvolumen von rund 14 Millionen Euro, das man hier in die Region gibt. Ein Teil dieses Großprojekt war 2013 die Umgestaltung der Geschäftsstelle in der Hirschstraße in Ulm. Aktuell findet das Projekt seine Fortsetzung in der   Zentrale am Olgaplatz – hier entsteht ein „Beraterpark“. „Mit den Investitionen in beide Standorte Olgaplatz und Hirschstraße stärken wir unsere Leistungsfähigkeit durch die Bündelung von Kompetenzen: Schneller und zuverlässiger Service in der Hirschstraße und kompetente, individuelle Beratung am Olgaplatz.“, so Ralph P. Blankenberg und ergänzt „Mit der Konzentration auf die Beratung und durch die gleichzeitige Trennung von Verwaltung und Alltagsgeschäft, können wir im neuen Beraterpark am Olgaplatz zusätzliche Mehrwerte für unsere Mitglieder und Kunden schaffen“.

 

Zusammenarbeit wird mit bis zu 11,5 Prozent Rendite belohnt

Beim Stichmort „Mehrwert“ lenkt der Vorstandssprecher den Blick auf das im abgelaufenen Geschäftsjahr eingeführte neue Mitglieder-Bonus-System. Einen „Mehrwert“ ergibt bzw. belohnt wird dabei die Intensität der Geschäftsbeziehungen, die Mitglieder mit der Bank unterhalten. Ralph P. Blankenberg erklärt: „Die genossenschaftliche Mitgliedschaft ist ein Merkmal, das uns von allen anderen Arten von Kreditinstituten abhebt. Seit dem Entstehen von Genossenschaftsbanken steht die Förderung der Mitglieder im Mittelpunkt unseres Handelns. Unser Ziel war und ist es, die genossenschaftliche Mitgliedschaft noch attraktiver und direkter erlebbar zu gestalten. Je intensiver die Geschäftsverbindung ist, desto höher ist der Bonus – was bis zu einer Rendite von insgesamt 11,5 Prozent führen kann.“

Bonus-Punkte erhalten Mitglieder bei der Nutzung von klassischen Bankgeschäften, wie regelmäßige Geldeingänge, Einlagen- und Kreditgeschäfte, Banksparverträge und für die staatlich geförderte Altersvorsorge.

 

Wahlen im Aufsichtsrat

Die Amtszeit der Aufsichtsräte Robert Bausch, Joachim Dünkel und Wolfgang Rieger endete turnusgemäß mit Ablauf der Vertreterversammlung. Alle drei wurden einstimmig
in ihren Ämtern bestätigt.

In der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde Dr. Peter Kulitz erneut zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Im Amt bestätigt wurden ebenso
seine Stellvertreter Dr. H. Werner Utz und Robert Bausch.