Volksbank Ulm-Biberach: erfolgreich im Jubiläumsjahr

Die Volksbank Ulm-Biberach eG zeigt sich mit den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2013 rundum zufrieden. Nicht nur die Bilanzsumme ist erneut gestiegen, auch Einlagen und Kredite zeigen weiteres Wachstum. In ihrem Jubiläumsjahr erhielt die Volksbank erneut großen Zuspruch – so wuchs die Mitgliederzahl auf über 67.600 Mitglieder. Als erste genossenschaftliche Bank und größte Personenvereinigung der Region führt die Volksbank ihre Geschäfte nach ethischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Grundsätzen.

Der Vorstand, v.l.n.r.: Ralph P. Blankenberg, Astrid Piela, Stefan Hell.

Ulm, 14. Februar 2014. „Dank der guten Arbeit all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einer stabilen Konjunktursituation sind wir in der glücklichen Lage, dass wir trotz des unverändert niedrigen Zinsniveaus auf grundsoliden Rahmenbedingungen für das laufende Jahr aufbauen können", so Ralph P. Blankenberg, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Ulm-Biberach eG, anlässlich der Präsentation der vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2013. Danach liegt die Bilanzsumme der Bank mit einem Zuwachs von rund 75 Millionen Euro 3,3 Prozent über dem Vorjahreswert.

 

Wachstum bei Einlagen und Krediten – ein Vertrauensbeweis

Das Gesamtkreditvolumen stieg binnen Jahresfrist von 1.418 auf 1.575 Millionen Euro (Plus von 11,1 Prozent). Ein klarer Wachstumsmotor sei hier aber nicht auszumachen, denn sowohl die gewerblichen als auch die Wohnbaudarlehen stehen mit einem kräftigen, überdurchschnittlichen Wachstum zu Buche. Neben der verlässlichen Zusammenarbeit mit den gewerblichen und privaten Kunden des regionalen Mittelstandes sind aus Sicht des Vorstandssprechers Ralph P. Blankenberg auch die weiterhin niedrigen Zinsen ein Grund für die erfreuliche Entwicklung. Klar ist, dass es auch eine spürbare Steigerung des Eigenkapitals gegeben hat.
Alle aktuellen und derzeit zur Diskussion stehenden Anforderungen der Aufsichtsbehörden werden damit schon jetzt von der Volksbank problemlos erfüllt. Als einen „erfreulichen Vertrauensbeweis“ bewertete Ralph P. Blankenberg das starke Wachstum beim Kundeneinlagengeschäft. Die Summe stieg von 1.805 Millionen Euro in 2012 auf 1.854 Millionen Euro – ein Plus von 2,7 Prozent. Hierbei hielt der Trend zur Umschichtung in flexible kurzfristige Spareinlagen auch 2013 weiterhin an. Angesichts der politisch motivierten extremen Niedrigzinsphase kommt aus Sicht der Volksbank-Verantwortlichen einer sinnvollen Vermögensstreuung über alle Anlageklassen eine zunehmende Bedeutung zu, um langfristigen Vermögenserhalt zu gewährleisten.

 

Gestiegener Zinsüberschuss bei reduziertem Provisionsüberschuss

„Trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus und der bestehenden flachen Zinsstruktur konnte der Zinsüberschuss im Jubiläumsjahr um 3,6 Prozent gesteigert werden“, so Ralph P. Blankenberg in den Erläuterungen der Zahlen. Damit weist die Gewinn- und Verlustrechnung der Volksbank Ulm-Biberach eG in 2013 einen Zinsüberschuss von 53,9 Millionen Euro aus. Der Provisionsüberschuss hat trotz der anhaltenden Verunsicherung der Anleger insbesondere im Versicherungsgeschäft annähernd das Vorjahresniveau erreicht und liegt mit 17,7 Millionen Euro über dem Verbandsdurchschnitt. Aufgrund eines leichten Anstieges bei den Personalkosten und beim Sachaufwand – hier im Wesentlichen durch die Umsetzung des 2010 gestarteten neuen Geschäftsstellenkonzeptes – stieg der Verwaltungsaufwand der Bank um 0,6 Millionen Euro auf 48,1 Millionen Euro an. Ziel des Konzeptes sei es, den 37 mitarbeiterbesetzten Geschäftsstellen mittelfristig ein einheitliches Gesicht zu geben, erklärte der Vorstandssprecher. Mit dem Umbau der Geschäftsstelle in der Hirschstraße zum ServiceCenter ist man diesem Ziel in 2013 erneut näher gekommen. Seit Beginn der Umsetzung des neuen Geschäftsstellenkonzeptes habe die Volksbank Investitionen im siebenstelligen Bereich durchgeführt. Seine Fortsetzung soll das Konzept in 2014 unter anderem mit dem Umbau der Geschäftsstelle am Olgaplatz zum modernen BeraterungsCenter finden.

 

Mit starker Basis und verantwortungsbewusstem Handeln

Hinter dem geschäftlichen Erfolg, darauf wies der Vorstandssprecher besonders hin,
stehen 563 motivierte und gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter insgesamt 44 Auszubildende. „Sie sind und bleiben ein entscheidender Schlüsselfaktor im härter werdenden Wettbewerb und bilden die starke Basis sowie das Bindeglied zur Region.“ Im 150. Jahr ihres Bestehens erhielt die Volksbank erneut großen Zuspruch – so wuchs die Mitgliederzahl auf über 67.600 Mitglieder an. „Damit bleibt die Volksbank Ulm-Biberach eG der mitgliederstärkste Dienstleister in der Region“, so der Vorstandssprecher. „Verantwortungsbewusstes Handeln in einer und für eine Gemeinschaft war stets der Antrieb genossenschaftlichen Denkens und Grundlage unseres Handelns“, so Blankenberg. Dies habe die Bank erfolgreich durch die letzten 150 Jahre getragen und spielte auch im Jubiläumsjahr der Volksbank Ulm-Biberach eG eine tragende Rolle. „Frei nach den Worten von Richard von Weizsäcker: ‚Wer nicht weiß, woher er kommt, der weiß auch nicht, wohin er geht‘ haben wir unsere genossenschaftlichen Werte einmal mehr herausgestellt und unsere geschäftspolitische Ausrichtung – unsere Unternehmensstrategie – im vergangenen Geschäftsjahr nachgeschärft“, so der Vorstandssprecher. „Dabei haben wir in unserem Geschäftsmodell vier gleichberechtigte Zielgrößen verankert: Ökonomie, Ökologie, Sozialverantwortung und Ethik. Das heißt wir übernehmen ganz bewusst – nämlich aus Überzeugung – hier Verantwortung. Sie werden bei uns keine Anlagen finden, die zum Beispiel mit Lebensmitteln spekulieren. Wir werden Bereiche und Themen nicht finanzieren, die sich auf dem Gebiet geächteter Waffensysteme bewegen, die mit einem Verstoß gegen Menschenrechte einhergehen oder massiv gegen Umweltgesetze verstoßen. Dahingehend haben wir uns prüfen und zertifizieren lassen“, resümiert Ralph P. Blankenberg zum Thema Verantwortung. Damit sei die Volksbank Ulm-Biberach eG auch die erste Mitgliederbank in der Region, die ihre Geschäftspolitik an ökonomischen, ökologischen, ethischen und sozialverantwortlichen Grundsätzen ausrichtet. Grundsätze, die nach Meinung der Volksbank-Verantwortlichen zutiefst genossenschaftlich sind, im besonderen Maße den Mitgliedern und Menschen einen Mehrwert bieten und so die Zukunft der Bank sicherten.

„Zu den Themen, die die Bank aktuell beschäftigen gehört die nach wie vor zunehmende Regulierungswut des Gesetzgebers, wie beispielsweise die neuen Compliance-Vorschriften und das im Juni in Kraft tretende Verbraucherrechtegesetz, so Astrid Piela, Vorstandsmitglied der Volksbank Ulm-Biberach eG. Diese verursachten erhebliche Kosten, sowohl im Sach- wie auch im Personalaufwand, ist es weiter von ihr zu hören.

 

„Fortschritt bewahren“ auch in Zukunft

Trotz großer Herausforderungen einer immer stärkeren und wenig differenzierten Regulatorik der Bankenaufsicht und der Tendenz gerade der europäischen Institutionen, das erfolgreiche deutsche Genossenschaftsbankmodell zu marginalisieren, sieht der Volksbank-Vorstand mit Zuversicht in die Zukunft: „Unser genossenschaftliches Bankgeschäft hat sich in der Krise bewährt und genießt hohes Vertrauen bei Mitgliedern und Kunden in der Region. Das haben wir in unserem Jubiläumsjahr eindrucksvoll gespiegelt bekommen“, so Ralph P. Blankenberg.

Mit ihrem Jubiläumsprojekt „Fortschritt bewahren“ hatte die Bank in 2013 eine bislang einzigartige Suche nach der Zukunft ihrer Heimat gestartet und insgesamt 15 Schätze der Region – besondere Ideen, Projekte und Visionen – aufgedeckt, welche die Heimatregion in den nächsten fünf bis zehn Jahren nachhaltig verändern und gestalten können.

„Im Verlauf unseres Jubiläumsjahres haben wir diese unsere 15 Potenziale näher kennengelernt, haben sie der Öffentlichkeit vorgestellt und individuelle Förderkonzepte erarbeitet. Hier handelt es sich um Unterstützungen, die in vielen Fällen auch in die Zukunft reichen – so lebt unser Jubiläumsprojekt auch künftig weiter“, resümiert der Vorstandssprecher das Jubiläumsprojekt.