Genossenschaftsbanken mit eigenem Online-Bezahlverfahren

Paydirekt startet Ende des Jahres

Genossenschaftsbanken, Sparkassen und die Groß- und Privatbanken entwickeln derzeit ein eigenes Online-Bezahlverfahren. „paydirekt“ heißt es und bringt das direkte, sichere und einfache Bezahlen mit dem Girokonto in den Internethandel. Die internen Tests wurden für den Start der Pilotphase erfolgreich abgeschlossen. Ende des Jahres werden die Bankkunden beim Einkauf im Internet das neue Verfahren nutzen können.

Start "paydirekt" angekündigt
Start des neuen Online-Bezahlverfahrens "paydirekt" angekündigt.

Ulm, 24. September 2015. Die rasanten Entwicklungen im Internethandel zeigen deutlich, dass der Kundenwunsch nach einfachen und bequemen Lösungen mindestens ebenso groß ist wie der nach Sicherheit – online wie offline. Vor diesem Hintergrund haben die genossenschaftliche Finanzgruppe, die Sparkassenorganisation sowie die Groß- und Privatbanken das Online-Bezahlverfahren „paydirekt“ auf den Weg gebracht.

Die Vorteile von paydirekt liegen auf der Hand, da es eine direkt mit dem bewährten Girokonto verknüpfte Lösung ist – zunächst für das Online-Bezahlen. Im nächsten Schritt kommt dann auch das mobile Bezahlen dazu. Großer Vorteil gegenüber bestehenden Bezahlsystemen im Internet ist die Datensicherheit: paydirekt verkauft nicht die Warenkorb-Daten der Kunden. Die Kontodaten des Kunden bleiben bei seiner Bank, sie gelangen nicht zum Händler. Die Server und die Datenströme laufen ausschließlich in Deutschland. Über paydirekt bezahlen die Bankkunden ihre Netzeinkäufe sicher und einfach vom Girokonto. Voraussetzung ist die Onlinefähigkeit des Kontos. Durch Anmeldung zum Online Banking ist eine Registrierung für paydirekt einfach möglich.

Basis für paydirekt ist das Girokonto der Bankkunden. Deshalb gelten hier die Kontovorteile: Sicherheit, Datenschutz und Anonymität der Kontodaten, und damit, vertrauenswürdiger und transparenter als bei bestehenden Bezahlverfahren. Insgesamt wird paydirekt durch die einfache, bequeme und sichere Abwicklung dafür sorgen, dass Online-Bezahlen für Kunden interessant wird, die bisher insbesondere aus Sicherheitsgründen zurückhaltend waren.

Am 17. August ist die Pilotierungsphase mit ausgewählten Banken gestartet. Aus der Vereinigung der Volksbanken und Raiffeisenbank Ulm / Alb-Donau-Kreis nimmt die Volksbank Ulm-Biberach eG an dieser Pilotphase aktiv teil. Ende des Jahres geht paydirekt bei allen Genossenschaftsbanken an den Start.

Die Genossenschaftliche Finanzgruppe zeigt sich auch neben paydirekt sehr innovativ, was den Zahlungsverkehr betrifft: Die „VR-Banking App“ bietet mit „VR-mobileCash“ schon heute die Möglichkeit ohne die Girocard Geld abzuheben. Mit „Scan-to-Bank“ werden Rechnungen künftig über die Kamera des Smartphone eingescannt und die Zahlungsdaten, wie IBAN und BIC, automatisch übernommen – ein großer Vorteil, wenn man berücksichtigt, dass ab Februar 2016 nur noch IBAN und BIC verwendet werden dürfen. Mit der „App Kartenregie“ werden Kreditkartenumsätze live am Smartphone angezeigt Der Kunde hat damit jederzeitigen Überblick über seine Kreditkartenabbuchungen. Mit „VR-SecureGo“ ist eBanking nun auch mit dem Smartphone einfach und bequem möglich.   

10 Antworten auf die wichtigsten Fragen zu paydirekt:
1. Frage: Online-Bezahlen ist mir zu unsicher. Warum soll ich jetzt paydirekt nutzen?
Antwort: paydirekt gibt ein gutes und sicheres Gefühl beim Online-Bezahlen, weil es das eigene Girokonto im Hintergrund nutzt – von der Bank in bewährter Form abgesichert. So sind Sicherheit, Datenschutz und Transparenz der Bezahlvorgänge garantiert durch deutsche Normen und Regularien.

2. Frage: Welche Garantien bietet paydirekt beim Online-Bezahlen?
Antwort: Käuferschutz und Händlergarantie sind die Basis für paydirekt. Falls die Ware nicht geliefert wird, kann der Käufer die Zahlung direkt  über seine Bank zurückfordern. Aber auch der Händler hat die Gewissheit, dass beim Kunden genug Geld auf dem Konto ist, sonst wird die Zahlung gar nicht erst ausgelöst.

3. Frage: Wer hat Zugriff auf meine Daten?
Antwort: paydirekt verkauft nicht die Warenkorb-Daten der Kunden. Gleichzeitig bleiben die Kontodaten der Kunden bei ihrer Bank, sie werden nicht an den Händler weitergegeben. Und das Bezahlsystem nimmt keine außereuropäischen Umwege im Zahlungsverkehr. Die Server und die Datenströme laufen ausschließlich in Deutschland (Made in Germany).

4. Frage: Welche Voraussetzungen brauche ich für paydirekt?
Antwort: Alle Kunden, die ein Bankkonto haben, können sich für paydirekt registrieren. Voraussetzung ist die Teilnahme am Online-Banking. Denn das Konto muss onlinefähig sein.

5. Frage: Wo kann ich mich für paydirekt anmelden?
Antwort: Die Registrierung erfolgt einmalig im Online Banking bei der kontoführenden Bank.

6. Frage: Wie funktioniert paydirekt beim Einkaufen?
Antwort: Nach der Produktauswahl gibt der Kunde nur seinen selbst vergebenen Benutzernamen und ein Kennwort ein. Damit wird der Kauf bestätigt. Das Geld geht direkt vom Girokonto ab.

7. Frage: Bei welchen Internet-Shops kann ich bezahlen?
Antwort: Unmittelbar nach dem Start werden zuerst große Internet-Händler paydirekt als Bezahlfunktion anbieten. Wir gehen davon aus, dass schon sehr schnell weitere, auch kleinere Händlergruppen, die Bezahlfunktion übernehmen werden.

8. Frage: Wer steht hinter paydirekt?
Antwort: Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Groß- und Privatbanken in Deutschland.

9. Frage: Wann kommt paydirekt?
Antwort: paydirekt geht im November an den Start.

10. Frage: Was kostet es?
Antwort: Für die Kunden der beteiligten Banken ist die Nutzung kostenfrei.