Erfolgreiches Jahr für die Volksbank Ulm-Biberach

Auf 70.000 Mitglieder in 2014 gewachsen

Die Volksbank Ulm-Biberach eG zeigt sich mit den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2014 rundum zufrieden. Kurz vor Jahresende wuchs die Genossenschaftsbank auf 70.000 Mitglieder. Mit einer deutlich gestiegenen Bilanzsumme, einem Zuwachs bei den Einlagen und einem erneut überdurchschnittlichen Wachstum beim Kreditvolumen konnte sie ihre Position am Markt weiter ausbauen und sieht sich für die gewachsenen Herausforderungen durch Regulierung und Wettbewerb gut gerüstet.

Der Vorstand im Gespräch (von links): Stefan Hell, Astrid Piela und Vorstandssprecher Ralph P. Blankenberg.

Ulm, 20. Februar 2015. „Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2014 versprachen viel, der Start im 1. und 2. Quartal 2014 war überraschend moderat. Doch dank der guten Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir ein gutes Ergebnis für die Bank erzielen“, so Ralph P. Blankenberg, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Ulm-Biberach eG, anlässlich der Präsentation der vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2014. Danach stieg die Bilanzsumme der Volksbank zum Stichtag 31.12.2014 auf 2.520 Millionen Euro (Vorjahr: 2.376 Millionen Euro/ + 6,1 Prozent).

 

Deutlicher Zuwachs bei Einlagen und Krediten

Die Einlagen der Kunden wuchsen um 100 Millionen Euro (+ 5,4 Prozent). Während die mittelständischen Unternehmen ihre Liquidität für Investitionen nutzten, legten die Privatkunden bevorzugt weiter in kurzfristige Geldanlagen an. Der Gesamtbestand der Kundeneinlagen beläuft sich auf 1.953 Millionen Euro (Vorjahr: 1.853 Millionen Euro). Hierbei hielt der Trend zur Umschichtung in flexible kurzfristige Spareinlagen auch 2014 weiterhin an.

Aus Sicht der Volksbank-Verantwortlichen wird angesichts der anhaltenden politisch determinierten extremen Niedrigzinsphase die Bedeutung einer sinnvollen Vermögensstreuung über alle Anlageklassen immer größer.

Der Blick auf das Kreditgeschäft zeigt eine weiterhin deutliche Entwicklung nach oben. So
stieg das Gesamtkreditvolumen stark an und konnte um 142 Millionen Euro von 1.574 auf
1.716 Millionen Euro (+ 9 Prozent) zulegen. Als „Spiegel der wirtschaftlichen Aktivitäten“ wertete der Vorstandssprecher diese Entwicklung und als Beleg der großen Bedeutung der Kreditgenossenschaft für die heimische Region. Sowohl die gewerblichen als auch die Wohnbaudarlehen zeigen ein kräftiges Wachstum. So stiegen die gewerblichen Darlehen um
40 Millionen Euro und die Wohnbaudarlehen um 55 Millionen Euro. Das Neukreditgeschäft schlägt mit über ½ Milliarde Euro zu Buche. Auch die Tochtergesellschaft, die Volksbank Immobilien Ulm Biberach Ravensburg GmbH, konnte mit rund 208 vermittelten Objekten (Plus von 7 Prozent) ihre Marktchancen ausgesprochen erfolgreich nutzen.

Das betreute Kundenvolumen der Volksbank Ulm-Biberach eG – es umfasst neben den in
der Bilanz enthaltenen geschäftlichen Aktivitäten auch Geschäfte mit Verbundpartnern – überschritt in 2014 erstmals fünf Milliarden Euro (Zuwachs von Plus 7,5 Prozent gegenüber 2013) und liegt im Wachstumsvergleich damit deutlich über dem Verbandsdurchschnitt (Plus 3,3 Prozent).

 

Gestiegener Zinsüberschuss  und Zuwachs beim Provisionsüberschuss  

Der in der Gewinn- und Verlust-Rechnung ausgewiesene Zinsüberschuss zeigt trotzt des anhaltend niedrigen Zinsniveaus und der bestehenden flachen Zinsstruktur erneut ein Wachstum von 4,9 Prozent auf 55,8 Millionen Euro.
Der Provisionsüberschuss konnte trotz der anhaltenden Verunsicherung der Anleger insbesondere im Wertpapier- und Versicherungsgeschäft um rund 10 Prozent gesteigert werden und liegt deutlich über dem Verbandsdurchschnitt, der ein Plus von 2,4 Prozent zeigt. Aufgrund eines leichten Anstieges beim Personalaufwand durch Tarifanpassungen und einem Anstieg des Sachaufwandes stieg der Verwaltungsaufwand der Bank um 2,6 Millionen Euro auf 50,8 Millionen Euro an. Die Veränderung beim Sachaufwand ist im Wesentlichen durch Investitionen in die Geschäftsstellenmodernisierungen hervorgerufen. Dazu zählte in 2014 der Umbau  bzw. die Neueröffnung der Geschäftsstellen in Jungingen, in Laupertshausen und des Beraterparks in Ulm. Aktuell konnten im Februar die neuen Räumlichkeiten der Niederlassung Illertissen eröffnet werden und seit Oktober 2014 laufen die Modernisierungsarbeiten an der Niederlassung in Ravensburg, die voraussichtlich im Sommer 2016 ihren Abschluss finden.

 

Die größte Personenvereinigung der Region – mit Verantwortung

Hinter dem guten Ergebnis stünden 567 motivierte und gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter insgesamt 47 Auszubildende, so der Vorstandssprecher. Gleichzeitig weist er sie als entscheidenden Schlüsselfaktor für den nachhaltigen Erfolg und als starke Basis im immer härter werdenden Wettbewerb aus. Sie sind das Bindeglied zu den 70.000 Mitgliedern und zu den Menschen in der Region.  

„Als mitgliederstärkster Dienstleister bzw. größte Personenvereinigung in der Region sind wir uns der Verantwortung gegenüber den Menschen in unserem Geschäftsgebiet bewusst “, so der Vorstandssprecher. „Unsere Zielsetzung geht weit über den wirtschaftlichen Erfolg für unsere Mitglieder und Kunden hinaus. Umwelt, Ethik und Soziales spielen für uns eine ebenso wichtige Rolle. Diese Philosophie leben wir täglich, intern wie extern. So haben wir in 2014 viele Vereine, soziale Einrichtungen und gemeinnützige Institutionen in unserer Region mit über 500.000 Euro aus Spenden, Sponsoring und mit unserer Stiftungsarbeit unterstützt. Verantwortungsbewusstes Handeln in einer und für eine Gemeinschaft war stets der Antrieb genossenschaftlichen Denkens und Grundlage unseres Handelns“, so Blankenberg.  

 

Mit Blick in die Zukunft – gut aufgestellt

„Wir sind mit den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2014 im Grunde rundum zufrieden“, so der Vorstandssprecher. Mit diesem Ergebnis sei die Volksbank für die Zukunft gut aufgestellt, wenngleich die Entwicklungen am Markt – Niedrigzinsen, Wettbewerbsdruck und stetig steigende Anforderungen – die Bankenwelt vor große Herausforderungen stelle.

Eine dieser Herausforderungen mit Blick in die Zukunft sei der geübte Umgang mit Komplexität in Verbindung mit stetig zunehmender Veränderungsgeschwindigkeit, so Vorstandskollege Stefan Hell. Dem vorwegzugreifen und die damit verbundene Kostendynamik auszubremsen habe die Bank ein eigenes Projektmanagement zur Vereinfachung und Standardisierung von Prozessen installiert. Dessen Ziel sei es vornehmlich die Prozesse schneller, sicherer und vor allem noch stärk am Kunden orientiert aufzustellen.  

Auch Vorstandskollegin Astrid Piela richtete den Blick in die Zukunft und nahm dabei unter anderem Stellung zur europäischen Finanzmarktpolitik: „Wir brauchen eine europäische Bankenregulierung, die konsequent den Risikogehalt einer Bank berücksichtigt.“ So muss zum Beispiel die Volksbank Ulm-Biberach in den Europäischen Bankabwicklungsfonds einzahlen. „Der Fonds springt nur ein, wenn systemrelevante Banken saniert oder abgewickelt werden müssen. Unsere Bank ist aber nach den heutigen Kriterien keine systemrelevante Bank. Von daher ist es so, als müssten Fahrradfahrer die Maut für Autobahnen mitbezahlen.“ Viel sinnvoller sei es deshalb, die Einzahlungen in den EU-Bankenfonds so zu berechnen, dass sie den Risikogehalt des Geschäftsmodells einer Bank sowie ihre Systemrelevanz widerspiegelten.