Genossenschaftsbanken haben sich gut behauptet

Ulm:  Im Spannungsfeld von Niedrigzins, Regulierung und Digitalisierung hat sich die genossenschaftliche Finanzgruppe gut behauptet. Dies trifft auch auf die Genossenschaftsbanken der Bezirksvereinigung Ulm / Alb-Donau-Kreis zu.

Der Vorstand der Bezirksvereinigung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Ulm/Alb-Donau-Kreis: Horst Gauggel ( Donau-Iller Bank eG), Vorsitzender Ralph P. Blankenberg (Volksbank Ulm-Biberach eG) und Ralf Schiffbauer (Volksbank Laichinger Alb eG).

Ulm/Alb-Donau-Kreis, 10. März 2016. Die Vereinigung der Volksbank Raiffeisenbank Ulm/Alb-Donau, bestehend aus neun leistungsfähigen Genossenschaftsbanken, fühlt sich für die Förderung von mehr als 100.000 Mitgliedern verantwortlich und unterstützt mit ihrem genossenschaftlichen Geschäftsmodell in vielfältiger Weise die Region.

Die Bilanzsumme dieser Genossenschaftsbanken in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis stieg um 3,1 Prozent auf
4,7 Milliarden Euro. Die Kreditvergabe an Privat- und Firmenkunden entwickelte sich 2015 wie schon in den Vorjahren erfreulich. Mit einem Plus von 3,1 Prozent auf
3 Milliarden Euro weiteten sie ihre Ausleihungen, trotz einer dem niedrigen Zinsniveau geschuldeten Rekordquote an Tilgungen, erneut aus, wobei der Zuwachs im Bereich Wohnungsbau mit über fünf Prozent am deutlichsten ausfiel. Das Einlagengeschäft verlief ebenfalls positiv. Die Kundeneinlagen stiegen um 2,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Grund hierfür ist unverändert die Suche der Anleger nach einem „sicheren Hafen“ für ihr Erspartes. Die Genossenschaftsbanken der Bezirksvereinigung Ulm / Alb-Donau-Kreis betreuten 2015 insgesamt ein Kundenvolumen von nahezu 10 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Zuwachs mit 5,4 Prozent nochmals gesteigert werden.

 

Vehement abgelehnt werden die Pläne der EU-Kommission für ein einheitliches europäisches Einlagensicherungssystem. Auch der dramatische „Wildwuchs“ in der Finanzmarktregulierung durch die EU-Finanzaufsichtsbehörden macht den Genossenschaftsbanken Sorgen und trifft hier zunehmend auf Widerstand. Die größte Herausforderung stellt allerdings die weiter andauernde und politisch gewollte extreme Niedrigzinsphase dar. Sie wirkt sich unmittelbar auf den Zinsüberschuss aus. Der Vorsitzende der Bezirksvereinigung, Ralph Blankenberg, verweist in diesem Zusammenhang auf eine Umfrage der Deutschen Bundesbank zur Ertragskraft und Widerstandsfähigkeit deutscher Kreditinstitute im Niedrigzinsumfeld, wonach mit einem deutlichen Rückgang der Ergebnisse gerechnet werden muss, wenn das Niedrigzinsumfeld anhält. Von staatlicher Seite werde deshalb den Banken empfohlen, neue Ertragsquellen zu suchen, eine konservative Ausschüttungspolitik zu verfolgen, Kosten zu sparen und die Geschäftsstrategien nachhaltig auszurichten. In punkto Geschäftsstrategie sind sich die Vorstände der Volks- und Raiffeisenbanken sicher, dass ihr genossenschaftliches Geschäftsmodell von ungebrochener Tragkraft ist. Seit mehr als 150 Jahren sind sie für ihre Mitglieder da, demokratisch organsiert und regional tätig. Als Regionalbanken sind sie in der Region für ihre Mitglieder tätig und profitieren von der Verbundenheit mit den Mitgliedern in ihrer Region.