Erfolgreiches Jahr für die Volksbank

Auf knapp 73.000 Mitglieder in 2016 gewachsen

Die Volksbank Ulm-Biberach eG zeigt sich mit den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2016 rundum zufrieden. Bis zum Jahresende wuchs die Genossenschaftsbank auf knapp 73.000 Mitglieder. Mit einer gestiegenen Bilanzsumme, einem Zuwachs bei den Einlagen und einem erneut deutlichen Wachstum beim Kreditvolumen konnte sie ihre Position am Markt weiter ausbauen und sieht sich für die gewachsenen Herausforderungen am Bankenmarkt gut gerüstet.

Der Vorstand der Volksbank Ulm-Biberach eG (von links): Astrid Piela, Stefan Hell und Ralph P. Blankenberg (Sprecher)..

Ulm, 9. März 2017. „Mit der Entwicklung unserer Bank können wir – ohne Übertreibung – recht zufrieden sein: sie steht betriebswirtschaftlich grundsolide mit an der Spitze der großen Genossenschaftsbanken und genießt laut unserer Kundenbefragung sowohl bei Mitgliedern, Kunden wie auch bei Nichtkunden unverändert einen guten Ruf – Dank der guten Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Ralph P. Blankenberg, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Ulm-Biberach eG, anlässlich der Präsentation der vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2016. Danach stieg die Bilanzsumme der Volksbank zum Stichtag 31.12.2016 auf 2.613 Millionen Euro (Vorjahr: 2.570 Millionen Euro / + 1,7 Prozent).

 

Solider Zuwachs bei Einlagen und Krediten

Die Einlagen der Kunden wuchsen um 65 Millionen Euro (+ 3,3 Prozent). Während die mittelständischen Unternehmen ihre Liquidität für Investitionen nutzten, legten die Privatkunden bevorzugt weiter in kurzfristige Geldanlagen an. Der Gesamtbestand der Kundeneinlagen beläuft sich auf 2.063 Millionen Euro (Vorjahr: 1.998 Millionen Euro). Hierbei hielt der Trend zur Umschichtung in flexible kurzfristige Sichteinlagen auch 2016 weiter an.

Der Blick auf das Kreditgeschäft zeigt eine weiterhin deutliche Entwicklung nach oben. So stieg das Gesamtkreditvolumen stark an und konnte um 84 Millionen Euro von 1.754 auf 1.838 Millionen Euro (+ 4,8 Prozent) zulegen. Als „Spiegel der wirtschaftlichen Aktivitäten“ wertete der Vorstandssprecher diese Entwicklung und als Beleg der großen Bedeutung der Kreditgenossenschaft für die heimische Region. Sowohl die gewerblichen als auch die Wohnbaudarlehen zeigen ein kräftiges Wachstum. So stiegen die gewerblichen Darlehen um 48 Millionen Euro und die Wohnbaudarlehen um 38 Millionen Euro. Die Tochtergesellschaft der Volksbank, die Volksbank Immobilien Ulm Biberach Ravensburg GmbH, konnte mit rund 200 vermittelten Objekten (Plus von 4 Prozent) ihre Marktchancen ausgesprochen erfolgreich nutzen.

Das betreute Kundenvolumen der Volksbank Ulm-Biberach eG – es umfasst neben den in der Bilanz enthaltenen geschäftlichen Aktivitäten auch Geschäfte mit Verbundpartnern – stieg in 2016 auf 5,7 Milliarden Euro (Zuwachs von Plus 5,9 Prozent gegenüber 2015) und liegt im Wachstumsvergleich damit über dem Verbandsdurchschnitt (Plus 5,0 Prozent).

 

Nullzinspolitik der EZB hinterlässt deutliche Spuren beim Zins- und Provisionsüberschuss  

Im Geschäftsjahr 2016 waren die Auswirkungen der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bei der Entwicklung des Zinsüberschusses deutlich zu spüren. Der in der Gewinn- und Verlust-Rechnung ausgewiesene Zinsüberschuss verzeichnet einen leichten Rückgang und liegt damit bei 55,5 Millionen Euro. Das bedeutet, dass es der Bank nahezu gelungen ist, den zinsniveaubedingten Rückgang des Zinsüberschusses durch operatives Neugeschäft zu kompensieren.
Der Provisionsüberschuss sank in 2016 auf 19,6 Millionen Euro (2015: 20,2 Millionen Euro). „Die starken Marktvolatilitäten im 1. und 2. Quartal 2016 haben das Wertpapiergeschäft verhagelt. Dies konnte im 3. und 4. Quartal trotz Marktberuhigung nicht mehr vollständig aufgefangen werden.“, so Vorstandsmitglied Stefan Hell bei der Erläuterung der Zahlen.

Der Verwaltungsaufwand der Bank sank leicht auf 51,2 Millionen Euro. Dabei liegen sowohl der Personalaufwand, trotz Tarifanpassungen und Zuführungen zu den Personalrückstellungen, als auch der Sachaufwand leicht unter Vorjahresniveau.

 

Mit starker Basis und ausgezeichnetem Beratungsangebot gut aufgestellt

Hinter dem guten Ergebnis stünden 553 motivierte und gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter insgesamt 41 Auszubildende, so der Vorstandssprecher. „Wir sind mit den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2016 im Grunde rundum zufrieden“, so Blankenberg weiter. Damit habe man eine gute Basis für den Weg in die Zukunft gelegt, wenngleich die Entwicklungen am Markt – Niedrigzinsen, Wettbewerbsdruck und stetig steigende Anforderungen – die Bankenwelt weiterhin vor große Herausforderungen stelle. Gut aufgestellt sei man auch mit dem Leistungsangebot und der genossenschaftlichen Beratung. „Transparent, fair, partnerschaftlich und persönlich. Diese Beratung zeichnet uns aus – rund 123.000 Kunden wissen dies zu schätzen.“, so Vorstandsmitglied Astrid Piela. Dies spiegelt sich auch in den Testergebnissen zum Banken-Qualitätstest 2016 der renommierten Tageszeitung "Die Welt" wieder. Hier erhielt die Volksbank für ihre Beratung im Bereich Firmenkunden, Private-Banking und Privatkunden die Note 1 vor dem Komma. „Beim regionalen Bankentest überzeugte die Volksbank Ulm-Biberach eG auf ganzer Linie – und siegte so mit deutlichem Abstand.“, so die Aussage der Tester vom Deutschen Institut für Bankentests.

 

Neukonzept zur Kundennähe „Mit Verantwortung gemeinsam Zukunft sichern“

Aus der Überprüfung ihrer Geschäftsstellenstruktur auf Kundennachfrageverhalten und
-frequenz, mit dem Ziel den vorhandenen Kundenbedarf zu ermitteln und eine wirtschaftlich vertretbare und zugleich kundenorientierte Vorgehensweise daraus abzuleiten, entstand das Neukonzept zur Kundennähe „Mit Verantwortung gemeinsam Zukunft sichern“. Damit wolle die Bank ihr Service- und Beratungsangebot zukunftssicher neu ausrichten und trotzdem der Kundennähe gerecht werden. „Nicht nur bei allen anderen Banken, sondern auch bei uns hat sich das Tagesgeschäft seitens unserer Kunden stark verändert. So nutzen sie neue elektronische Kontaktwege, holen ihr Bargeld nicht mehr in der Geschäftsstelle bzw. Geldautomaten an ihrem Heimatort, sondern in den Einkaufszentren und/oder wickeln in der Mehrzahl den Zahlungsverkehr über das Internet und über Apps ab. Dies hat zur Folge, dass die Kundenbesuche am sogenannten ‚Schalter‘ und auch an den Geldausgabeautomaten in den letzten Jahren an einigen Standorten so drastisch zurückgegangen sind, dass ein Aufrechterhalten hier wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist.“, so Blankenberg. „Wir werden deshalb wie angekündigt sechs Geschäftsstellen zum 3. Juli 2017 aufgeben und mit der nächstgelegenen größeren Geschäftsstelle zusammenlegen.“ Mit Blick gerade auf ältere und weniger mobile Kunden, die von der Aufgabe und Zusammenlegung der Geschäftsstellen betroffen sind, enthält das Neukonzept folgende Lösungspakete: Einen Bargeld-Heimservice (2 x monatlich Lieferung von Bargeldbeträgen im Wert von je 200 bis 1.000 Euro pro Bestellung kostenfrei nach Hause), die Zusendung von Kontoauszügen (1x monatlich kostenfrei), flexible Beratung (Beratung nach Terminvereinbarung montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr am Wunschort) und einen Transferservice (1x im Jahr kostenloser Taxi-/Bustransfer in die neue nächstgelegene Geschäftsstelle).