Ambulante Palliativversorgung

Ehrenpreis der Volksbank-Stiftung Ulm-Biberach

Ehrenamtliche der Palliativversorgung auf dem Weg zum Patienten.
Ehrenamtliche der Palliativversorgung auf dem Weg zum Patienten.

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Im Rahmen der Gründung des Vereins 2009 durch ehrenamtlich engagierte Ärzte und Pflegekräfte wurde die Grundlage für die Umsetzung er spezialisierten ambulanten Palliativversorgung geschaffen. Ziel war die Umsetzung des §132d SGB V. Wesentliche Kernaussage ist die Betreuung von schwerst kranken Patienten zu Hause, um Lebensqualität zu erhalten und ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in der häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Heute engagieren sich aktuell 9 spezialisierte Ärzte und 11 spezialisierte Pflegefachkräfte auf Basis eines Versorgungsvertrages mit den Krankenkassen um dies zu ermöglichen.

 

Wer profitiert davon und welche Bedarfssituation spricht für die Verantwortungsübernahme?

In erster Linie profitieren Patienten mit unheilbaren, weit fortgeschrittenen und weiter fortschreitenden Erkrankungen hiervon, da nicht nur eine spezialisierte Symptomkontrolle und adäquate Linderung zu Hause erfolgt, sondern auch und dies ist wichtig eine psychosoziale, sowie seelsorgerische/Spirituelle Betreuung einhergeht. Die kontinuierliche Unterstützung des sozialen Umfeldes und der Familie gehört ebenso zu den Aufgaben, wie die Koordination weiterer unterstützender Maßnahmen und die Beratung. Die Bedarfssituation ergibt sich aus der stets steigenden Anzahl schwerst kranker Patienten, welche nach häufig langen Behandlungen wie z.B. Chemotherapien, Strahlentherapien, Operationen etc. an einem Punkt angelangt sind, an dem kein kurativer Behandlungsansatz mehr gegeben ist und palliative Versorgung erforderlich wird, deren besonderer Schwerpunkt darin liegt, Beschwerden zu lindern.

 

Wie nachhaltig ist die Initiative?  

Die Nachhaltigkeit zeigt sich in den stets ansteigenden Versorgungszahlen sowie einer Entlastung stationärer Versorgungsangebote wie z.B. Kliniken, Hospizen, Pflegeheimen. Gleichfalls steigt die Versorgungsqualität. Zwischenzeitlich gibt es eine Reihe an Kooperationen z. B. mit ambulanten Hospizdiensten und auch Kliniken. Es wurde erkannt, das im Sinne des Patienten und dessen Angehörigen durch die spezialisierte ambulante Palliativversorgung eine wesentliche Verbesserung der Situation der Betroffenen in diesem letzten Lebensabschnitt erreicht werden kann.