Unternehmerin. Aufsichtsrätin. Mit Herzblut fürs Handwerk
Sie führt ein familiengeführtes Elektro- und Sicherheitstechnikunternehmen mit über 100 Mitarbeitenden und bringt als Aufsichtsrätin unserer Volksbank Ulm-Biberach unternehmerischen Pragmatismus ins Gremium. Im Gespräch spricht Sabine Rehm-Heinzelmann über Ehrlichkeit, Wandel und warum Handwerk und Innovation kein Widerspruch sind.
Frau Rehm-Heinzelmann, Sie sind seit über 40 Jahren im Unternehmen. War das von Anfang an Ihr Weg?
Nicht automatisch. Meine Schwester hat hier auch eine Ausbildung gemacht, aber es hat ihr nicht so zugesagt. Für mich war es dann klar: Das möchte ich probieren, hier möchte ich mich verwirklichen. Und jetzt bin ich immer noch da – nach 42 Jahren.
Was macht Ihr Unternehmen aus – in zwei Sätzen für einen Laien?
Elektrotechnik und Sicherheitstechnik sind unsere zwei großen Säulen. Wir arbeiten mit rund 100 Mitarbeitenden für Kommunen, den Staat und die Industrie.
Wer hat Sie auf Ihrem Weg als Unternehmerin besonders geprägt?
Ganz definitiv meine Eltern. Sie haben die Firma 1967 gegründet. Ich arbeite seit 42 Jahren mit meinem Vater zusammen, meine Mutter hat mich über 20 Jahre eng begleitet. Wir saßen alle gemeinsam in einem Büro.
Welche Werte leiten Sie im Umgang mit Kundinnen und Kunden, Team und Partnern?
Ehrlichkeit und Fairness – ganz klar. Das steht für mich ganz oben, und das versuche ich zu leben.
„Gemeinsam gelebte Verantwortung für die Heimat“
Was bedeutet für Sie der Leitspruch „Meine Bank fürs Leben"?
Das ist für mich ein Partner, mit dem ich schon über Jahrzehnte zusammenarbeite. Wir gehen in die gleiche Richtung: langfristiges Denken und regionale Verbundenheit. „Meine Bank fürs Leben" – das ist kein Marketingversprechen, das ist gelebte Realität. Wenn ich mal eine Frage hatte, konnte ich einfach anrufen. So geht vertrautes Miteinander.
Als Unternehmerin im Aufsichtsrat – was bringen Sie ins Gremium ein?
Ich kenne die Herausforderungen, die täglich auf uns zukommen. Diese Praxisperspektive kann ich einbringen. Und umgekehrt bekomme ich Impulse für unser Unternehmen zurück.
Welche Themen liegen Ihnen im Aufsichtsrat besonders am Herzen?
Die Wohnbauprojekte der Volksbank finde ich großartig – Wohnraum ist ja sowieso immer ein riesiges Thema. Und besonders am Herzen liegt mir die Volksbank-Stiftung Ulm-Biberach, die soziale Projekte, Vereine und Schulen in der Region unterstützt. Das ist echte Verantwortung für unsere Heimat und genau das macht die Volksbank als Bank fürs Leben aus.
„Wo Hand und Herz die Zukunft bauen“
Welche Entwicklungen werden das Handwerk in den nächsten Jahren am stärksten prägen?
KI ist nicht zu unterschätzen – aber sie wird nie ersetzen, was wir mit unseren Händen leisten. Fachkräftemangel bleibt ein riesiges Thema, ebenso Digitalisierung und Energie. Aber das sind auch alles Felder, aus denen wir im Handwerk etwas machen können. Tradition und Innovation zu verbinden – das ist unsere Stärke.
Was empfehlen Sie jungen Unternehmerinnen und Unternehmern?
Offen für Veränderungen bleiben, ein starkes Netzwerk aufbauen und in die Mitarbeitenden investieren. Und vor allem Spaß an der Arbeit haben. Es gibt ein schönes Sprichwort: Wo Hand und Herz zusammenarbeiten, entsteht ein Meisterwerk.